Thomas Franke: Russian Angst. Einblicke in die postsowjetische Seele.


Verlag: Edition Körber
Ort: Hamburg
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenzahl: 256
ISBN-Nr. 978-3-89684-196-4
EUR 18.00
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Kann man noch Neues aus Putins Reich berichten? - Man kann, wenn man wie der Journalist Thomas Franke Russland seit mehr als 20 Jahren bereist und die letzten vier Jahre in Moskau gelebt hat. Mit scharfem Blick und präzisem Ton erzählt er von seinen Begegnungen und Erfahrungen in der Hauptstadt, auf der Krim, in Wolgograd, Sotschi, Irkutsk und Novosibirsk. Als Franke im Januar 2012 nach Moskau zog, demonstrierten mehr als 100.000 Menschen in Eiseskälte gegen Wahlfälschungen. Der Journalist ließ sich von der Aufbruchsstimmung mitreißen, glaubte, Zeuge einer demokratischen Wende zu sein. Doch er wurde zum Chronisten einer Entwicklung, die er nicht für möglich gehalten hatte: die Reaktivierung sowjetischer Reflexe, die Rückkehr der Angst in die russische Gesellschaft. Tief sitzen in der Seele vieler Russen das Trauma des Zusammenbruchs der UdSSR und die narzisstische Kränkung, keine Großmacht mehr zu sein. Zusammen mit der desaströsen wirtschaftlichen Lage führt dies zu jener Russian Angst, aus der Nationalismus und weltpolitischer Machismo erwachsen. Diese Angst, so Franke, ist in Russland überall spürbar: Die Staatsmacht unter Putin nutzt sie, um ihre Autorität zu stärken und die Moral der Opposition zu untergraben. Und zugleich schürt das Regime die Angst der Menschen vor Macht- und Identitätsverlust, vor der weltpolitischen Marginalisierung: In der postsowjetischen Seele gärt eine explosive Mischung.
 

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